Der Wintermühlenhof wurde ursprünglich als landwirtschaftlicher Versorgungshof des Klosters Heisterbach am Fuße des Petersberges gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung dazu zeugt aus dem Jahre 1402. Zunächst wurden Ackerbau, Waldwirtschaft und eine Mühle betrieben.

Seit Mitte des 17. Jahrhunderts war der Wintermühlenhof zusätzlich Weingut. Im 18. Jahrhundert wurde der Steinbruchbetrieb aufgenommen und nach 1802 kam es zur Verstaatlichung des Hofes. Im Jahre 1840 wurde Peter Josef Mülhens, Sohn von Wilhelm Mülhens, dem Firmengründer der weltbekannten Kölnisch-Wasser-Fabrik „4711“, Erbpächter des Wintermühlenhofes. Schon nach wenigen Jahren folgten die Ausweitung des Anwesens und Bautätigkeiten wie der Bau der Landstraße Königswinter-Ittenbach.

Ferdinand Mülhens wurde im Jahre 1886 Alleininhaber des Wintermühlenhofes und nutzte diesen seit 1900 als Alterssitz. Zum Wintermühlenhof gehören außer Wohn- und Wirtschaftsgebäuden und großläufigen Park- und Gartenanlagen auch umfangreiche Ländereien im Siebengebirge.

Die mittlerweile in 6. Generation auf dem Wintermühlenhof lebende Familie hat sich in besonderer Weise der Gesamtanlage angenommen. Die jetzt angestrebte Lösung zur Neunutzung des Wintermühlenhofes gewährleistet sowohl den langfristigen denkmalgerechten Erhalt der Hofanlage im Naturschutzgebiet als auch die ökologischen Anforderungen dieser außergewöhnlichen Landschaftsumgebung.